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Who writes his_tory? ist ein kollaboratives Projekt, welches die Reproduktion von Wissen und struktureller Diskriminierung von Frauen* im Internet und vor allem auf Wikipedia hinterfragt und und feministische, antirassistische Perspektiven hinzuzufügen möchte. Wir veranstalten regelmässige feministische Edit-a-thons im Kunstbereich.

Die Internetrecherche gerade mit Wikipedia ist alltägliche Praxis um Wissen zu generieren. Wie aber werden Informationen im Internet verbreitet, wie glaubhaft sind diese und wer schreibt sie?

Who writes his_tory? wünscht sich ein sprachübergreifendes punktuell agierendes Netzwerk, mit dem längerfristigen Ziel die Wikipedia zu öffnen, Ausschlüsse anzugehen, Kategorien zu erweitern und so neue Webweiten herzustellen.
Wir möchten das die Wikipedia nicht überwiegend bis ausschliesslich männlich formuliert weiterarbeitet, und weniger Entmutigung und Löschkultur sehen und erleben. Wir möchten eine Wikipedia wo sich die Welt gerne wiederfindet und weiterschiebt.
Für uns ist klar wie – mit mehr Unterstützung von bereits Interessierten – Wikipedia zu einem sehr sympathischen, nicht kommerziellen, basisdemokratischen Lexikon – in der Verantwortung eines weltweit vielgenutztes Bildung und Findemittel ausgebaut werden kann.
 In unserem Verständnis bedeutet das nicht nur den Anteil der schreibenden und repräsentierten Frauen* zu erhöhen, sondern die Umstände zu verbessern. Wir wollen das verschiedene Interessen mit neuen Formaten sichtbar werden und nicht weitere Geschlechterzwänge verfestigen, sondern intersektional feministisch* und einladend Strukturen schaffen.

Wir plädieren für eine diverse Netzkultur und fordern dazu auf, aktiv die gegebenen Hierarchien zu verändern. Vor allem Fachpersonen aus der Kunst unterstützen wir dabei, Inhalte fachgerecht zu erweitern und kritisch auf Sprache und Inhalt zu überprüfen.

Aber nicht nur auf Wikipedia sind aktiv editierende Frauen in der Minderheit. Glaubt man der publizierten Statistik auf Wikipedia lag die Frauenquote im Informatikstudium im Jahr 2012 in Deutschland bei 17,05%, in Österreich bei 15,01 %, in der Schweiz bei 6.44%. Das heisst, dass die Schweiz europaweit die tiefste Rate von Frauen im Informatikstudium aufweist. Leider hat die geringe Quote an Programmiererinnen einen starken Einfluss darauf, wie Bild und Textmaterial im Netz repräsentiert und somit reproduziert wird.

Weltweit finden seit 2014 Edit-a-thons zu Art&Feminism statt. Mehr Infos zur Organisation und Edit-a-thons weltweit unter: www.artandfeminism.org

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Edit-a-thon im März 2016